Interviews

Warum nicht einfach mal Bilanz ziehen?

Pensionsverpflichtungen mittels CTA auszulagern eröffnet Arbeitgebern neue Spielräume und erfreut sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit bei großen und auch kleineren Unternehmen, sei es mit Einzel- oder mit Gruppen-CTA.

Bei der Entscheidung für ein Contractual Trust Arrangement (CTA), welches oft auch als „Treuhandmodell“ bezeichnet wird, geht es meist darum, über eine gezielte Bilanzverkürzung verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen im Unternehmen zu optimieren. Beispielsweise müssen diese im Falle einer Auslagerung von Pensionsrückstellungen per Treuhandvertrag an einen Dritten nicht mehr in der Handelsbilanz ausgewiesen werden. Damit steht das Unternehmen in dreifacher Hinsicht besser da:

Erstens verbessert es die Bilanzkennzahlen, zweitens erhöht es die Eigenkapitalquote und damit indirekt auch das Kreditrating, und drittens sinken die Kosten für eine mögliche Refinanzierung. Dies sind die wichtigsten Gründe für Unternehmen, ein CTA für seine Vermögensauslagerung zu nutzen – ein attraktives Vehikel, das zunehmend zu einem Standard wird und dem im Zuge der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise künftig sicherlich noch mehr Priorität beigemessen wird.

CTA: So geht die Rechnung in der Bilanz auf

In der Praxis beschäftigen sich viele Unternehmen und Unternehmer kaum regelmäßig mit ihrer betrieblichen Altersversorgung (bAV) beziehungsweise mit der Ausfinanzierung ihrer Versorgungszusagen, ob über Defined Benefit und/oder Defined Contribution. Dennoch kann es sich im wahrsten Sinne auszahlen, rechtzeitig Alternativen zur...