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Woman's Day: Unterhaltung mit 3 Managerinnen, Emmanuelle Marteau-Fernandez, Gladys Teale-Moulines und Delphine Quisefit

Emmanuelle Marteau-Fernandez ist Group Head of Human Resources, Gladys Teale-Moulines ist Group Head of Compliance und Delphine Quisefit ist Group Head of Risks. Alle drei sind Mitgliederinnen des Exekutivkomitees der CACEISGroup.

Anlässlich des internationalen Frauentags vermitteln diese Managerinnen uns ihre Ansichten und Ratschläge, wie man heutzutage seine Karriere angehen sollte.

Welchen Tipp würden Sie einer Frau geben, die 2017 ihr Berufsleben beginnt?

Emmanuelle: „Neugierig sein, zeigen, dass man lernen will, zum Anfang der Karriere regelmäßig den Posten wechseln oder eine Funktion innehaben, mit der man mehrere Betriebsmodi und Abteilungen kennenlernen kann, versuchen, verschiedene Kulturen kennenzulernen, die Vielfältigkeit der Erfahrungen ist unleugbar bereichernd, ermöglicht eine offene Persönlichkeit und, die Erfahrungen zu relativieren.“ 

 

 

 

Delphine: „Ich würde ihr raten, sich an Themen zu wagen, die sie interessieren. Die Welt ändert sich sehr schnell, man muss flexibel sein und sich auf das berufliche Vergnügen konzentrieren anstatt zu versuchen, ein weit entferntes und schließlich unsicheres Ziel zu erreichen. In diesem Sinne ist es wichtig, die Chancen zu ergreifen, die sich einem bieten, und sich nicht selber im Weg zu stehen. Man muss ganz einfach selbstbewusst sein und seinen eigenen Weg gehen, unter Berücksichtigung seiner aktuellen Ziele und Möglichkeiten.“

 

 

Gladys: „Zu Beginn einer Karriere (also während der 6 ersten Jahre), bieten sich meiner Meinung nach sowohl Männern als auch Frauen dieselben Karrierechancen. Hier muss man sein Netzwerk ausbauen, insbesondere gilt dies für Frauen, bei denen dies nicht unbedingt in der Natur liegt. Eine Karriere beruht jedoch auf Kontakten und Mentoren, die einem das Selbstvertrauen geben, um den nächsten Schritt zu gehen. Im Alter zwischen 30 und 40 Jahren erleidet eine Frau manchmal berufliche Pausen und bei ihrer Rückkehr muss sie wieder einsteigen können. Dabei kann ihr das Netzwerk helfen.“ 

Ich empfehle den jungen Frauen auch das Buch „Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg“ von Sheryl Sandberg zu lesen. Es ist äußerst anregend. Auch zu empfehlen ist „Und dennoch leben: Die Autobiographie der großen Europäerin“ von Simone Veil.

 

Ihrer Erfahrung nach, welche Faktoren geben den Ausschlag, um seine Karriere anzutreiben?

Gladys: „Ich würde sagen, dass man sowohl beruflich als auch privat ein (gemischtes!) Netzwerk entwickeln, die Meinungen und Ratschläge von Führungskräften während seiner beruflichen Laufbahn einholen und eindeutig und früh genug sein Interesse für gewisse Posten zeigen muss. Manche Frauen warten manchmal bis sie über jegliches Know-how verfügen, bevor sie sich bewerben. Das ist aber unnötig, man muss es einfach versuchen, wenn die Lust da ist. Solidarisch unter Frauen zu sein scheint für mich ebenfalls ein ausschlaggebender Faktor.“

Emmanuelle: „Eine Mischung aus individuellen Eigenschaften und externer Unterstützung. Im Laufe meiner Karriere hatte ich das Glück, mehrmals auf Personen zu stoßen, die an mich glaubten und die mir Selbstvertrauen gaben. So konnte ich mich entfalten und mehr Verantwortung übernehmen. Bei jedem Treffen hatte ich ebenfalls die Möglichkeit einer anderen Persönlichkeit sowie verschiedensten Funktionsweisen gegenüberzustehen. So lernt man, sich anzupassen, insbesondere bei menschlichen Beziehungen.“

Delphine: „Seine Arbeit gut machen und auch am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein. Man muss also zuhören können und sich öffnen, um Chancen wahrnehmen zu können. Eine Karriere schafft man nicht alleine. Man muss sich mit seinen Kollegen und Kolleginnen unterhalten und berufliche Beziehungen immer wieder auffrischen. Zusammengefasst lauten die ausschlaggebenden Faktoren Kompetenz, Reaktivität und Netzwerk.“

Welche Eigenschaften oder Kompetenzen muss eine Frau entwickeln, um Managerin zu werden? 

Delphine: „Vision und mit gutem Beispiel vorangehen. Ein(e) Manager(in) muss das Ökosystem seines/ihres Sektors im Detail verstehen, analysieren, um rasch fundierte Entscheidungen zu treffen und andererseits muss er/sie sich auch selber in Frage stellen können, denn nichts ist je selbstverständlich. Hierzu muss man den Mitarbeitern ein offenes Ohr schenken, da sie sich mit einem bestimmten Thema befasst haben und somit Experten auf diesem Gebiet sind. Sich selber in Frage stellen bedeutet, sich anzupassen und sein Handeln im richtigen Moment zu ändern.“

Gladys: „Ob nun Frau oder Mann, für die Leitung von Personen muss man eine Vision haben, Entscheidungen treffen und ein Team zusammenstellen, damit ein gewisses Ziel erreicht werden kann. Natürlich hat jeder Manager seinen eigenen Ansatz und geht auf gewisse Sachen anders ein. Dies hat jedoch nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern eher mit der Erfahrung, der Kultur oder der Persönlichkeit. Weibliche Eigenschaften zu nennen, die notwendig sind, scheint mir sogar gefährlich: So würde man auf die Frauen zusätzlichen Druck ausüben, da man etwas Perfektes erwartet. Sowohl Frauen als auch Männer haben Schwächen sowie Stärken. Die Vielfalt der Profile ist interessant.“

Emmanuelle: Ich bin der Meinung, man muss sich selbst treu bleiben und seine Prinzipien und Werte beibehalten. Gleichzeitig muss man sich jedoch auch an das Umfeld anpassen. Ich weiß nicht ob es sich da um Eigenschaften handelt, aber in jedem Fall sind dies Antriebe eines Unternehmens: Um zu motivieren und voranzukommen, muss man Interesse an den Personen zeigen und an ihre Kapazitäten glauben. Bei unseren Dienstleistungen sind es die Mitarbeiter, die den Unterschied machen. Und das sage ich nicht als Personalleiterin.“ 

Welches Prinzip oder welchen Wert sehen Sie in Ihrer Funktion als von wesentlicher Bedeutung an? 

Emmanuelle: „Auf gewisse Weise ist man sichtbarer und somit anfälliger. Man muss also mit gutem Beispiel vorangehen.“

Gladys: „Arbeit – in jeder Situation – auf Vertrauen und Solidarität aufbauen. Die Solidarität ist eines der Managementprinzipien bei CACEIS und ich stehe voll dahinter. Diese zwei Werte – Vertrauen und Solidarität – sind meine wichtigsten Antriebe.“

Delphine: Ein(e) Manager(in) sein bedeutet ebenfalls, ein ganzes Team zum gemeinsamen Erfolg zu bringen. Ich wiederhole mich also: Mit gutem Beispiel vorangehen, um eine positive Dynamik zu schaffen.“

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CACEIS ist überzeugt, dass die Mischung der Geschlechter ein Leistungsfaktor für das Unternehmen ist. Sie verfolgt eine Politik, die eine Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben fördert. Die Mischung der Geschlechter ist eine der Unternehmensinitiativen für soziale Verantwortung (CSR), die alle Unternehmen der Gruppe Crédit Agricole SA umsetzen. Ziel hierbei ist der nachhaltige Anstieg der Anzahl an Frauen in der Führungsetage und die Förderung zukünftiger Managerinnen. CACEIS verpflichtete sich somit, die Förderung von Managerinnen und die Gleichbehandlung bei der Einstellung von leitenden Funktionen fortzuführen.