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PRIIPS

Overview

Die europäische PRIIPs-Verordnung (Packaged Retail Investment and Insurance-based Products) soll die vorvertraglichen Informationen von verpackten Anlageprodukten (Investmentfonds, Derivate, kapitalbildende Lebensversicherungen usw.), die Retail-Anlegern (im Sinne der MiFID II-Richtlinie) angeboten werden, vereinheitlichen.

Die Verordnung  verpflichtet denAnbieter  ein standardisiertes Basisinformationsblatt (KID) zu erstellen, das Privatanlegern die grundlegenden Informationen zum Verständnis des (Finanz-, Bank- oder Versicherungs-) Produktes bietet und  ihm den Vergleich der verschiedenen Produkte untereinander ermöglicht.

Allgemeine Grundsätze

Betroffene Produkte:

  • Anlageprodukte, bei denen der Rückzahlungsanspruch der Anleger Schwankungen unterliegt, die von Referenzwerten oder der Performance eines oder mehrerer zugrunde liegender Vermögenswerte abhängig sind;
  • Versicherungsprodukte, die den Marktschwankungen ausgesetzt sind;
  • Verpackte Anlageprodukte (Verbriefungsvehikel, strukturierte Anleihen, OGAW und AIF, , Derivate, strukturierte Produkte, SPV usw.).

Bis zum 31. Dezember 2019  sind folgende Produkte von der Vorlage eines PRIIP-KIDs befreit:

  • OGAW, die zum 31. Dezember 2016 ein UCITS-KIID vorlegen;
  • AIF, die bereits auf der Grundlage nationalen Rechts ein UCITS-KIID vorgelegt haben, was auf Frankreich zutrifft.

Allerdings müssen Anbieter ab Inkrafttreten der PRIIPs-Verordnung1 gewisse Informationen bereitstellen, wenn die Produkte anderen Vehikeln als Grundlage dienen (Dachfonds und Fondsgebundene Produkte), die eigene PRIIPs-KIDs bereitstellen müssen.

1 Zunächst vorgesehen für den 31.12.2016, jedoch verschoben auf den 1.1.2018, wenn der Rat der Europäischen Union die Abstimmung des Europäischen Parlamentes bestätigt.

Herausforderungen und Lösungen

Wichtigste Auswirkungen

PRIIPs-KIDs und UCITS-KIIDs unterscheiden sich in  einigen Punkten:

  • Das PRIIPs-KID ist ein dreiseitiges Dokument im Format A4 nach dem Vorbild der UCITS-KIIDs, das um neue  Informationspflichten erweitert wurde: die geschätzten Transaktionskosten, die empfohlene Haltedauer, die Performance nach Abzug der Gebühren und die Darstellung von drei zukünftigen Performanceszenarien (pessimistisch, neutral und optimistisch), um Anlegern einen Hinweis auf die Entwicklung der Vermögenswerte über den Zeitraum der empfohlenen Haltedauer zu geben.
  • Darüber hinaus sieht das PRIIPs-KID einen komplexer berechneten Indikator für das Marktrisiko vor. Dieser Indikator ist je nach Komplexität des Produktes auf einer Skala von 1 bis 7 angesiedelt. Er wird durch die Kombination des Marktrisikos (auf der Berechnungsgrundlage des VaR, „Value at Risk“) mit dem Kreditrisiko berechnet.
  • Das PRIIPs-KID muss mindestens einmal jährlich oder im Falle wesentlicher Änderungen aktualisiert werden.

Die Lösung von CACEIS

Das Dienstleistungsangebot von CACEIS wird entsprechend  dem Gesprächsfortschrittzwischen den europäischen Instanzen angepasst, insbesondere in Bezug auf die RTS, die endgültig vom Europäischen Parlament definiert und verabschiedet werden. Das Angebot umfasst insbesondere:

  • Die Erstellung des PRIIPs-KIDs sowie seine Übersetzung und Verbreitung.
  • Die Bereitstellung der erforderlichen Daten  für die Versicherer gemäß den Marktstandards, damit diese eigene PRIIPs-KIDs erstellen können.

Weitere Informationen


Wichtige Daten

Juli 2012: Vorschlag der Europäischen Kommission einer europäischen Verordnung über ein Basisinformationsblatt von Anlageprodukten.

26. November 2014: Verabschiedung der sogenannten „PRIIPs“-Verordnung durch den Europäischen Rat und das Europäische Parlament.

1. September 2016: Zurückweisung der technischen Regulierungsstandards oder Level 2 RTS (Regulatory Technical Standards) durch den Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments.

14. September 2016: Bestätigung der Zurückweisung der RTS durch das Europäische Parlament.

9. November 2016: Vorschlag der Kommission über eine Verschiebung des Inkrafttretens der PRIIPs-Verordnung um ein Jahr2.

1. Dezember 2016: Votum des Europäischen Parlaments für eine Verschiebung auf den 1. Januar 2018.

1. Januar 2018: Vorgesehenes Inkrafttreten der PRIIPs-Verordnung, vorbehaltlich der  Entscheidung des Rates der Europäischen Union, die im Laufe des Dezember 2016 erwartet wird. 

 

Link zur Pressemitteulung des Kommission